Meine Lebensgeschichte

Am 7.6.1959 erblickte ich im Kreiskrankenhaus in Tettnang das Licht der Welt. Ich wurde als Zwillingskind geboren und bin contergangeschädigt. Man sieht es äußerlich daran, dass ich keine Ohrmuscheln habe. Contergan war ein Schlafmittel, das meine Mutter während der Schwangerschaft eingenommen hatte und von dem man erst später erfuhr, dass dieses Medikament Organschäden hervorrief.
Mein Vater und meine inzwischen verstorbene Mutter brachten mich ins Krankenhaus wegen meiner Schädigung und später ins Kinderheim Oberallewinden bei Ravensburg. 1966 war ich in der HNO – Klinik in Würzburg zur Abklärung der Beeinträchtigung und zur Möglichkeit eventueller Operationen.


Leider konnten sie mir nicht helfen. Kurze Zeit verbrachte ich im Pflegeheim Lichtenstein und wechselte dann im Dezember 1971 in das Heim für mehrfachbehinderte Kinder in Haslachmühle bei Wilhelmsdorf. Hier besuchte ich bis 1980 die Sonderschule und lernte das Lesen und Schreiben.
Im Anschluss daran kam ich in den Arbeitstrainingsbereich, wo ich so eine Art Lehre machte bevor ich in den Produktionsbereich der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ wechselte. Hier habe ich verschiedene einfache Montagetätigkeiten ausgeübt. Man kann sagen, dass ich in der Haslachmühle meine Kindheit und Jugend verbracht habe. Es waren für mich schöne Jahre und es wird für